Schwedische und finnische Kirchen zu weiterer Zusammenarbeit mit der GEKE eingeladen – gesamteuropäische GEKE-Konsultation zum ordinationsgebundenen Amt tagt im November
Pressemitteilung 12/2010
Eine Delegation der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE hat vom 21.-23. Juni 2010 mehrere Kirchen in Schweden und Finnland besucht und diese zur weiteren Zusammenarbeit eingeladen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands, die Kirche von Schweden sowie die Missionskirche in Schweden haben die Leuenberger Konkordie, das Grundlagendokument der GEKE, nicht unterzeichnet, stehen aber als sogenannte „beteiligte Kirchen“ in engen Arbeitsbeziehungen zur GEKE.
Generalsekretär Michael Bünker lud die Kirchen ein, an der kommenden Vollversammlung der GEKE in Florenz 2012 als Gäste teilzunehmen. Die theologische Diskussion der Kirchengemeinschaft sei durch die Beiträge der finnischen und schwedischen Kirchen stets bereichert worden, so Bünker. Weiterhin lud er dazu ein, zum GEKE-Projekt der „Reformationsstädte Europas“ einen eigenen Beitrag aus der Reformation im Norden zu leisten.
Ökumenische Grundmodelle und aktuelle theologische Herausforderungen wie die Bedeutung des kirchenleitenden Amtes für die Einheit der Kirche wurden diskutiert. Die Co-Präsidentin der GEKE Stephanie Dietrich unterstrich in den Gesprächen die Grundhaltung des Lutherischen Weltbundes und ihrer eigenen Kirche, der Kirche von Norwegen, welche 1999 die Konkordie unterzeichnet hat. „Eine Kirchengemeinschaft unter den bischöflich verfassten Kirchen muss eine Gemeinschaft mit solchen nicht ausschließen, welche die ‚kirchliche Aufsicht‘ anders als im Bischofsamt wahrnehmen. Grundlage für Kirchengemeinschaft ist Übereinstimmung in der Predigt des Evangeliums und der Verwaltung der Sakramente, nicht eine bestimmte Ordnung der Ämter.“ Die aktuell in Vorbereitung befindliche GEKE-Studie zu „Amt und Ordination“ sei eine Einladung an die beteiligten Kirchen und Mitgliedskirchen, an diesen Themen weiter gemeinsam zu arbeiten.
Präsidiumsmitglied Michael Beintker betonte die Notwendigkeit weiterer gesamteuropäischer Projekte. Als Schritt zu größerer Gemeinsamkeit sei eine vergleichbare theologische Ausbildung innerhalb der Kirchen in Europa anzustreben. Eine seit 2003 tagende Konsultationsreihe der GEKE zum Thema wird im November 2010 einen Text zu Grundsätzen zur Ausbildung zum ordinationsgebundenen Amt in der GEKE beraten.
Wien/Bern, 1. Juli 2010
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Zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 105 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammen geschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und vorreformatorische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die Anschrift lautet: GEKE-Geschäftsstelle, Severin-Schreiber-Gasse 3, A-1180 Wien, Tel.: +43.1.4791523.900, Telefax: +43.1.4791523.580, Email: office@leuenberg.eu, Internet: www.leuenberg.eu. Pressekontakt: Dipl. theol. Thomas Flügge (Bern), Tel. +41.31.37025.02, Fax .80, Mobil: +41.79.6401902, Email: t.fluegge@leuenberg.eu.
01.07.2010 Thomas Flügge
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