Das Präsidium der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) unterstützt den Friedensaufruf der Evangelischen Kirchen im Mittleren Osten für die Christinnen und Christen im Irak.
Pressemitteilung 25/2008
2000 christliche Familien haben die nordirakische Stadt Mossul bereits verlassen. Zwanzig Menschen sind getötet, Kirchen wurden niedergebrannt. Angesichts der andauernden Gewalt veröffentlichte die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (FMEEC) zum kommenden 9. November einen „Aufruf zum Gebet in Solidarität mit den Christen und Christinnen im Irak“. Darin werden die Kirchen weltweit aufgerufen, der Notlage Aufmerksamkeit entgegenzubringen und die politischen Entscheidungsträger anzusprechen.
Die irakischen Christinnen und Christen fürchteten, zu einer „Ware auf dem politischen Marktplatz“ geworden zu sein, heißt es in dem Aufruf. Es sei eine Gewissensangelegenheit, die Stimme zu erheben. Die Vertriebenen müssten in ihr Land und ihre Häuser zurückkehren dürfen. Die Kirchen seien aufgerufen, sich der Forderung nach einer Garantie „für Sicherheit und Wohlbefinden“ anzuschließen.
Das Präsidium der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) unterstützt den Aufruf. Für Ratspräsident Thomas Wipf ist es „selbstverständlich, dass sich die Evangelischen in Europa in Solidarität und Fürbitte mit Christinnen und Christen auf aller Welt verbinden“. Die GEKE pflege mit den Kirchen im Mittleren Osten einen engen Kontakt. Diese hatten 2006 mit der „Amman-Erklärung“ nach dem Vorbild der Leuenberger Konkordie, dem theologischen Grundlagendokument der GEKE, untereinander Kirchengemeinschaft erklärt.
Das Präsidium der GEKE empfiehlt den Kirchen in Europa deshalb, sich am nächsten Sonntag in Gottesdienst und Gebet in Solidarität mit den Christinnen und Christen im Irak zu verbinden.
Wien/Bern, 7. November 2008
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Zur „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 105 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammen geschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und hussitische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die fünf protestantischen Kirchen in Südamerika, die zur GEKE gehören, haben sich aus früheren Einwandererkirchen entwickelt. Zwischen den Vollversammlungen führt der 13 Personen umfassende Rat die Geschäfte. Geschäftsführender Präsident ist der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Pfr. Thomas Wipf (Bern), seine Stellvertreter sind der Direktor des Seminars für Reformierte Theologie an der Universität in Münster, Prof. Dr. Michael Beintker, und Pfarrerin Dr. Stephanie Dietrich (Kirche von Norwegen). Leiter des Sekretariats der GEKE ist Bischof Dr. Michael Bünker von der Ev. Kirche A.B. in Österreich. Die Anschrift lautet: GEKE-Geschäftsstelle, Severin-Schreiber-Gasse 3, A-1180 Wien, Tel.: +43.1.4791523.900, Telefax: +43.1.4791523. 580, Email: office@leuenberg.eu, Internet: www.leuenberg.eu. Für die Pressearbeit ist zuständig Dipl.theol. Thomas Flügge (Bern), Tel. +41.31.37025.02, Fax .80, Mobil: 0041.79.6401902, Email: t.fluegge@leuenberg.eu.
07.11.2008 Thomas Flügge
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