
Pressemitteilung 29/2007
Das Exekutivgremium ihrer 105 Mitgliedskirchen hat in den vergangenen zwei Tagen in Brüssel über die zukünftige theologische und organisatorische Ausrichtung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) beraten.
Ein wichtiges Element der Arbeit bleiben die ökumenischen Dialoge. Seit vielen Jahren führt die GEKE Gespräche unter anderem mit den orthodoxen und anglikanischen Kirchen sowie mit der Baptistischen Föderation. Diese Dialoge sollen fortgeführt werden. Verstärkt will die GEKE nun den Informationsaustausch zwischen den bestehenden nationalen und europäischen konfessionellen Gesprächen fördern. Angesichts des ökumenischen Wortwechsels dieses Sommers wird die GEKE dabei auch den evangelisch-katholischen Dialog in Blick zu behalten.
Auf der Tagesordnung standen auch die aktuellen Lehrgespräche. Unter dem Titel „Schrift, Bekenntnis, Kirche“ arbeitet seit einigen Monaten eine Initiativgruppe, deren erstes Ergebnis nun dem Rat vorgelegt wurde. Innerhalb der Kirchen der GEKE gibt es unterschiedliche Auslegungstraditionen der biblischen Schriften und der Bekenntnisse. Die Kirchen möchten sich nun über diese Traditionen austauschen und ihr gemeinsames Verständnis vertiefen. Dazu wird die GEKE im September nächsten Jahres ihre Mitgliedskirchen zu einer Konsultation einladen.
Der Rat der GEKE traf sich auf Einladung der Vereinigten Protestantischen Kirche Belgiens in Brüssel zu seiner zweiten Arbeitssitzung seit der vergangenen Vollversammlung in Budapest vor einem Jahr. Neben den 13 Ratsmitgliedern waren zu dieser Sitzung auch die stellvertretenden Ratsmitglieder anwesend.
Brüssel, 19. September 2007
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Zur „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 105 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammen geschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und hussitische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die fünf protestantischen Kirchen in Südamerika, die zur GEKE gehören, haben sich aus früheren Einwandererkirchen entwickelt. Zwischen den Vollversammlungen führt der 13 Personen umfassende Rat die Geschäfte. Geschäftsführender Präsident ist der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Pfr. Thomas Wipf (Bern), seine Stellvertreter sind der Direktor des Seminars für Reformierte Theologie an der Universität in Münster, Prof. Dr. Michael Beintker, und Pfarrerin Dr. Stephanie Dietrich (Kirche von Norwegen). Leiter des Sekretariats der GEKE ist OKR Prof Dr. Michael Bünker von der Ev. Kirche A.B. in Österreich. Die Anschrift lautet: GEKE-Geschäftsstelle, Severin-Schreiber-Gasse 3, A-1180 Wien, Tel.: +43.1.4791523.900, Telefax: +43.1.4791523. 580, Email: office@leuenberg.eu, Internet: www.leuenberg.eu. Für die Pressearbeit ist zuständig Dipl.theol. Thomas Flügge (Bern), Tel. +41.31.37025.02, Fax .80, Mobil: 0041.79.6401902, Email: t.fluegge@leuenberg.eu.