EKD-Ratsvorsitzender Schneider besucht GEKE in Wien

"Leuenberg ein Modell für gesamte EU"

Der Ratsvorsitzende der EKD, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, besuchte aus Anlass des 40jährigen Jubiläums der Leuenberger Konkordie die Geschäftsstelle der GEKE in Wien.
Gegenüber GEKE-Generalsekretär Bischof Dr. Michael Bünker hielt Schneider fest, die Leuenberger Kirchengemeinschaft mit ihrem Grundsatz der „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ sei ein Modell für die gesamte EU. Dieses „großartige Friedensprojekt“ müsse sich von einer reinen Wirtschafts- zu einer Solidaritäts- und Sozialgemeinschaft weiterentwickeln. „Die Lasten müssen in Europa fair verteilt werden“, so Schneider, der diese Aussage auch auf die Flüchtlingstragödie vor Lampedusa und daraus zu ziehende Konsequenzen bezog.
Zum Reformationsjubiläum 2017 betonte der Ratsvorsitzende, es werde weder eine antikatholische, noch eine nationalistische Feier und auch keinen Jubel um die Person Luthers geben, sondern: „Es wird ein Christus-Fest. Die Gute Nachricht ist die zentrale Botschaft für uns und war Auslöser und bestimmendes Element bei Vorläufern und Nachfolgern von Luther.“ Diese Gute Nachricht könnten auch römisch-katholische ChristInnen und die römisch-katholische Kirche mitfeiern, so Schneider weiter.  
Schneider zeigte sich erfreut, dass das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen den Kirchen der Reformation in den vergangenen Jahrzehnten in erfreulicher Weise gewachsen sei. „Insbesondere durch die Leuenberger Konkordie und die damit verbundene gegenseitige Anerkennung und Abendmahlsgemeinschaft haben wir unseren gemeinsamen Bezug auf das Evangelium als Grundlage allen kirchlichen Lebens wieder neu entdeckt und leben gelernt.“

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