Erster Dialog zwischen Europas Protestanten und der römisch-katholischen Kirche

Nach Abschluss der am Wochenende in Wien abgehaltenen Auftaktkonsultation zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen hebt der Gastgeber, GEKE-Generalsekretär Bischof Dr. Michael Bünker, das außerordentlich gute Gesprächsklima und die positiven Aussichten auf den weiteren Verlauf der Konsultation hervor.

„Es war ein offenes Gespräch über das je eigene Kirchenverständnis und es hat sich herausgestellt, dass es eine Reihe von Übereinstimmungen gibt. Manchmal meinen wir die gleiche Sache, formulieren aber unterschiedlich. Wir sind dankbar für diese erste Runde und dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.“

Je sieben Theologinnen und Theologen unter der Leitung von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig) und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) berieten grundlegende Texte und setzten zur Weiterarbeit die nächste Konsultation für 16. und 17. Dezember 2013 in Speyer an.

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Gemeinsames Kommuniqué (12.2.2013)

Am 8. und 9. Februar 2013 fand im Albert-Schweitzer-Haus (Wien) die Auftaktkonsultation einer Gesprächsreihe zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen statt. Die Reihe, der erste Dialog zwischen Europas Protestanten und der römisch-katholischen Kirche, soll Fragen des Kirchenverständnisses und der ökumenischen Zielvorstellungen behandeln und sich über mehrere Jahre hinziehen. Unter der Leitung von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig) und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) kamen je sieben Theologinnen und Theologen von jeder Seite zusammen.

Die weiteren Delegierte von Seiten des Einheitsrates waren der Bischof von Raphoe (Irland), Philip Boyce OCD, Prof. Dr. Michel Deneken (Straßburg), Prof. Dr. Josef Freitag (Erfurt), Prof. Dr. Angelo Maffeis (Brescia), Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn) und Prof. Dr. Myriam Wijlens (Erfurt). Als Geschäftsführer fungiert Monsignore Dr. Matthias Türk (Vatikanstadt). Zur Delegation der GEKE gehörten Dr. John Bradbury (Cambridge), Prof. Dr. Stephanie Dietrich (Oslo), Prof. Dr. Fulvio Ferrario (Rom), Prof. Dr. Friederike Nüssel (Heidelberg), Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Stefan Tobler (Hermannstadt), dazu Prof. Dr. Martin Friedrich (Wien) als Geschäftsführer.

Die Konsultation, die in einer sehr vertrauensvollen Atmosphäre stattfand, begann mit der Behandlung von zwei grundlegenden Texten, des Lehrgesprächsergebnisses der GEKE „Die Kirche Jesu Christi“ von 1994 und der Auswertung der evangelisch-katholischen Dialogergebnisse durch Walter Kardinal Kasper aus der Studie „Die Früchte ernten“ von 2009. Die Delegierten stellten eine Reihe von Übereinstimmungen und möglichen Annäherungen fest, an denen weiter gearbeitet werden soll. Die nächste Konsultation wird am 16. und 17. Dezember 2013 in Speyer stattfinden.

Wien, 12. Februar 2013

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Zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 107 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammengeschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und vorreformatorische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Anschrift: GEKE-Geschäftsstelle, Severin-Schreiber-Gasse 3, 1180 Wien, Österreich, Tel.: +43.1.4791523.900, Telefax: +43.1.4791523.580, Email: office@leuenberg.eu, Internet: www.leuenberg.eu. Pressekontakt: Mag. Ingrid Monjencs, Tel. Mobil: +43.699.18878 052, Email: i.monjencs@leuenberg.eu.

12.02.2013 Ingrid Monjencs

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