Frei zum Feiern – Predigt der Methodistischen Bischöfin Rosemarie Wenner

Das einladende Element von Psalm 100 hob Bischöfin Rosemarie Wenner von der Evangelisch-Methodistischen Kirche Deutschlands in ihrer Predigt im Sonntagsgottesdienst der GEKE-Vollversammlung in Florenz hervor.

Gott wolle alle Menschen zu allen Zeiten einladen, sich Gott zuzuwenden. „Jauchzt dem Herrn, alle Welt, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken“ – kein abgeschlossener Zirkel sei es, der dieses Lied singe, sondern alle seien ausdrücklich angesprochen, auch die Menschen des 21. Jahrhunderts, auch die Evangelischen Europas.

Aber „Gott feiern geschieht nicht nur im Gottesdienst,“ sagte Bischöfin Wenner in der Waldenserkirche von Florenz. Es gehe darum, in dem Bekenntnis zu leben und ihm im Leben Ausdruck zu verleihen. Vor diesem Hintergrund stelle sich heute die Frage: „Lassen wir uns auf die Menschen ein? Hören wir ihnen zu? Schreien wir für sie, wenn sie zu verstummen drohen?“ Die gastgebenden italienischen Kirchen der Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) könnten in vieler Hinsicht einen Weg weisen, wie Gott die Ehre zu geben sei. In vielen evangelischen Gemeinden Italiens versammelten sich Menschen aus aller Welt, nicht nur mit unterschiedlichen Sprachen, sondern aus verschiedenen Welten. Alt eingesessen und gut situiert die einen, traumatisiert von einer langen Reise die anderen. Nun sei man miteinander Kirche. „Gotteslob wird nicht nur vielstimmiger, sondern auch ansteckender in einer Kirche, die Fremden Freundschaft gewährt,“ betonte Bischöfin Wenner. Jubeln sei schön, ansteckend und verbindend – alle Menschen seien dazu eingeladen.

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