Terroranschläge in Brüssel

Gedenken und Fürbitte am Karfreitag

Der Präsident der GEKE, Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, äußert sich tief betroffen über die Anschläge von Brüssel. „Wir verurteilen die hinterhältigen Anschläge und fühlen mit den Angehörigen der Opfer“, betont Locher. „Für den bevorstehenden Karfreitag rufen wir dazu auf, der Opfer in den Gottesdiensten zu gedenken und sie in das Gebet einzuschließen.“

„Wir sind zutiefst  erschüttert von den Ereignissen. Als Gesellschaften und auch als Kirchen müssen wir fest und geeint stehen“, sagt der Generalsekretär der GEKE, Bischof Dr. Michael Bünker. „Die Spaltung Europas durch Terroranschläge wie jene von Brüssel darf nicht gelingen“. Muslime unter Generalverdacht zu stellen, würde die Spirale aus Rekrutierung junger Menschen für extreme Gruppen einerseits, den weiteren Ausbau der „Festung Europa“ andererseits nur weiter in die Höhe treiben. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Flüchtlinge genau wegen dieser Gewalterfahrungen zu uns kommen“, so Bünker weiter. „Für sie sind derart traumatische Erlebnisse der Alltag in ihrer Heimat. Es braucht das uneingeschränkte  Recht auf Asyl und humanitäre Hilfe für Flüchtlinge.“ 

 

Fürbittengebet für Karfreitag

 

Unsichtbarer Gott, wo finden wir dein Angesicht?

In den Tränen der Trauernden weinst du mit uns, im Schmerz der Verwundeten leidest du mit uns.

So sehr sehnen wir uns nach einer Welt, die von Lachen und Leichtigkeit, Versöhnung und Frieden getragen ist und in der wir dich mitten darin entdecken.

 

Doch voller Schmerz blicken wir auf den Ausbruch der Gewalt an so vielen Orten dieser Erde. Fassungslos nehmen wir den Hass, die Kälte und den Terror wahr.

Wir suchen dich, geheimnisvoller Gott, und bitten dich um deinen Trost und um deine Wegweisung, dass du zusammenfügst, was unter uns aus den Fugen geraten ist.

 

Ganz besonders vertrauen wir dir heute die Menschen an, die am vergangenen Dienstag in Brüssel vom Terror tief getroffen wurden. Wir bitten dich für die Opfer, die Trauernden und für die verwundete Stadt. Hilf uns, Boten deines Friedens zu sein und gib uns die Kraft, dass wir uns für eine Welt des friedlichen Zusammenlebens einsetzen.

 

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