Leuenberg, Meissen und Porvoo

Konsultation zwischen den Kirchen der Leuenberger Kirchengemeinschaft und den an der Meissener Erklärung und der Porvoo-Erklärung beteiligten Kirchen

Leuenberger Texte 4

Auf den folgenden Seiten werden die einführenden Darstellungen, Referate, kurzen Statements – teilweise auch die Diskussionen – und das Ergebnis der Konsultation zwischen Vertretern und Vertreterinnen der Leuenberger Kirchengemeinschaft und den Kirchen der Meissener und der Porvoo-Erklärung dokumentiert. Die Tagung fand vom 6.–10. September 1995 in der evangelischen Begegnungsstätte auf dem Liebfrauenberg bei Straßburg statt, die sich schon früher mehrfach bei der Durchführung solcher ökumenischen Gespräche bewährt hatte. Eingeladen hatte die Leuenberger Kirchengemeinschaft.

Für die Herausgabe der Texte haben wir die in der Reihe 'Leuenberger Texte' bisher gepflegte Zweisprachigkeit nicht durchhalten können, da das Buch sonst zu umfangreich geworden wäre. Zweisprachig geben wir aber den Abschlußbericht wieder, die eigentliche Frucht der Konsultation. Die Originalsprache dieses Berichtes war Englisch. Dieser von der Versammlung beschlossene Abschlußbericht beschreibt den Gesprächsprozeß und die Themen, die weiter bearbeitet werden sollen.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Vortrags von André Birmelé, der in Deutsch vorgetragen wurde, haben wir auch diesen Text in deutscher und englischer Sprache abgedruckt. Die übrigen Referate werden alle in der Sprache wiedergegeben, in der sie auf der Konsultation gehalten wurden. Freilich haben wir auch hier eine Ausnahme gemacht. Der Beitrag über die Leuenberger Konkordie, ihre Entstehungsgeschichte und ihren Inhalt ist in englischer Sprache abgedruckt worden, obwohl der Autor ihn auf Deutsch gehalten hat. Aber da die Leuenberger Konkordie in Großbritannien im Unterschied zu den Kirchen und der Theologie auf dem Kontinent relativ unbekannt ist, schien diese Entscheidung gerechtfertigt und sinnvoll. Die kurzen Protokolle über die Diskussionen sollen den Leserinnen und Lesern helfen, ein wenig an der auf dem Liebfrauenberg geführten Aussprache zu den Referaten und Statements teilzunehmen.

Wir begrüßen alle, die sich der Lektüre dieses Dokumentationsbandes unterziehen und so die Sache in die Gemeinden oder ins theologische Studium befördern. Wichtig ist es, die aufgenommenen Kontakte fortzusetzen und zu pflegen und so das Wachstum von Kirchengemeinschaft zu unterstützen. Aber wir sind uns dessen bewußt, daß die Hefe dieses Prozesses das Leben in Gemeinschaft ist. Die Bearbeitung bestimmter einzelner Themenbereiche wie etwa der Episkopé und der apostolischen Sukzession sollen dem dienen. Das Herz jeder Kirchengemeinschaft ist die Gemeinschaft am Tisch des Herrn, und wir freuen uns, daß wir während der Begegnung von einander das Abendmahl nehmen konnten. Unser Ziel muß es jedoch sein, von der gegenseitigen eucharistischen Gastbereitschaft zu einer Kirchengemeinschaft fortzuschreiten, in der die verbleibenden Differenzen im Amtsverständnis überwunden sind. Die eucharistische Gemeinschaft ruft nach versöhnten Ämtern im Dienst am Tisch des Herrn.

Wilhelm Hüffmeier, Colin Podmore (hg./ed.)

ISBN 3-87476-316-1

1996 Verlag Otto Lembeck, Frankfurt am Main

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